Das Loslaufen im Fußball – Praxis

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Ralf Jaser - Speedclub
Ralf Jaser – Speedclub

Das Loslaufen im Fußball – Die Praxis:
Möglichkeiten einer Technikoptimierung und deren Auswirkung auf die Sprintleistung

Als Spielsportler musst du stets darauf vorbereitet sein, deine aktuelle Bewegungsaktion zu verändern (z.B. Richtungswechsel, Finte usw.). Jede Veränderung beginnt mit einem „ersten Schritt“.

  1. Den ersten Schritt, egal in welche Richtung mit und ohne Ball ohne Zeitverlust hinzubekommen
  2. Loslaufen aus einem abgesenkten Körperschwerpunkt
  3. Vermeidung zeitraubender Auftaktbewegungen
  4. Richtiges Abdruckverhalten aus den Beinen
  5. Aktiver Armeinsatz
  6. Optimale Schrittlänge
  7. Technikeinsatz angepasst an die Sportart und Situation

Die Praxis beinhaltet Technikübungen, Fehlerbilder und weitere Übungen, die sofort ohne große Hilfsmittel auf dem Platz umsetzbar sind.

Das Loslaufen im Spielsport ist eine sehr variable Bewegungstechnik, mit und ohne Drehbewegung, linear, diagonal oder seitlich, überkreuz oder seitoffen, mit und ohne Ball. Die meisten Athleten im Spielsport laufen mit einem Konterschritt los, einer Auftaktbewegung entgegengesetzt der eigentlichen Laufrichtung.
Mit Hilfe dieses Konterschritts bringt der Athlet seinen Körperschwerpunkt in die Falllinie und erzielt eine bessere Kraftübertragung auf den Boden, was dazu führt, dass er besser beschleunigt.

Mit unserer Untersuchung konnten wir aufzeigen, dass der Zeitverlust durch einen Konterschritt, sowohl beim seitoffenen Loslaufen als auch überkreuz den Zeitgewinn der Beschleunigung deutlich übersteigt. Dies trifft auf fast alle Richtungen, wie diagonal nach vorne bzw. hinten und seitlich, sowie frontal aus der Schrittstellung zu.

Der erste Schritt entscheidt, ob der Athlet seinen Körper zwischen Gegenspieler und Ball schieben kann.

Dabei ist anzumerken, dass der Unterschied beim ersten Schritt überkreuz höher ausfällt, als seitoffen. Einzige Ausnahme ist das frontale Loslaufen aus der Parallelstellung, bei dem sich der klassische Plyostep bewährt hat. Diese Ergebnisse gewinnen vor allem dadurch an Bedeutung, dass in einer Eins-gegen-eins-Situation der erste Schritt darüber entscheiden kann, ob der Athlet es schafft, seinen Körper zwischen Gegenspieler und Ball zu schieben. Schafft er dies, spielt die bessere Beschleunigung im Anschluss eine untergeordnete Rolle.

Die Anforderungen an die Schnelligkeitsleistung im Fußball sind in den letzten Jahren ständig gestiegen und haben das Ende der Entwicklung noch nicht erreicht. Fußballer laufen bis zu 1.100 mal in einem Spiel los, mit und ohne Drehbewegung, linear, diagonal oder seitlich, überkreuz oder seitoffen, mit und ohne Ball. Ein schnellerer erster Schritt kann einen gewonnen Zweikampf oder einen Torabschluss bedeuten. Dennoch finden die dazugehörigen Techniken kaum Einzug in die Trainingspraxis. Die Basis, um einen Spieler schneller zu machen sind dessen Kraftfähigkeiten, die im Leistungsbereich auch trainiert werden. Dieser Vortrag zeigt Möglichkeiten, die helfen, Spieler nicht über das Krafttraining, sondern über eine Technikkorrektur schneller zu machen.

sprint

Trainingsinhalte
Als Spielsportler musst du stets darauf vorbereitet sein, deine aktuelle Bewegungsaktion zu verändern (z.B. Richtungswechsel, Finte usw.). Jede Veränderung beginnt mit einem „ersten Schritt“.
  • Den ersten Schritt, egal in welche Richtung mit und ohne Ball ohne Zeitverlust hinzubekommen
  • Loslaufen aus einem abgesenkten Körperschwerpunkt
  • Vermeidung zeitraubender Auftaktbewegungen
  • Richtiges Abdruckverhalten aus den Beinen
  • Aktiver Armeinsatz
  • Optimale Schrittlänge
  • Technikeinsatz angepasst an die Sportart und Situation
Deine Vorteile im Sport
  • Machst du den ersten Schritt in der gleichen Zeit wie dein Gegenspieler, aber größer, schiebst du den Körper dazwischen und gewinnst das Laufduell.
  • Machst du nach einer Finte des Gegners den ersten Schritt schneller, erwischt er dich nicht auf dem falschen Fuß
  • Was nützt dir die beste Finte, wenn du danach nicht explosiv mit dem ersten Schritt am Gegner vorbeigehst.
  • Egal ob vorwärts, rückwärts, links oder rechts, überkreuz oder mit Sidesteps, du wirst immer schneller sein, mit Ball oder ohne.