Dennis Neudahm

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2012 wechselte Neudahm in die Akademie, übernahm zunächst die U12 und die U13, später dann die U14 und die U15 und schließlich auch das Scouting in dieser Altersklasse sowie organisatorische Aufgaben.

Seit Sommer 2015 macht er das hauptamtlich, nachdem er das Sportstudium mit dem Schwerpunkt „Talententwicklung“ mit dem Master abgeschlossen hat.

Dennis Neudahm ist seit 2012 bei der TSG Hoffenheim.
Er war Torwarttrainer in allen Altersbereichen von U10 bis U19 und ist aktuell Torwarttrainer der U19 der TSG Hoffenheim und für vdas Torwart-Scouting erantwortlich.

Außerdem ist Dennis Leiter der Torwarttrainer-Ausbildung beim Badischen Fußball-Verband.

Ausbildung: Sportwissenschaftler M.Sc. / A-Lizenz

Neudahm studierte an der Universität Heidelberg Sport, und lernte hier im Rahmen einer Statistikvorlesung Michael Rechner, den Koordinator Torwartspiel bei der TSG Hoffenheim, kennnen, der ihn damit beauftragte, eine Auswertung des Torwartspiels bei der WM 2010 vorzunehmen. Beim SV Waldhof erhielt Neudahm seinen ersten Job als Torwarttrainer für die U10- bis U13-Teams.

VORBILD: JENS LEHMANN

Heute ist Dennis Neudahm für die U17-Torhüter verantwortlich, koordiniert das Torwart-Scouting in allen Altersbereichen mit Schwerpunkt auf regionale Torhüter von der U10 bis zur U15 und leitet das Eliteschultraining mit den Torhütern von U15 bis U23. „Der Wille, die Jungs in die Bundesliga zu bekommen, treibt mich an.“ Es sei ein gutes Gefühl zu sehen, wie sich hoher Aufwand und harte Arbeit lohnen. Zum Beispiel beim aktuellen U19-Schlussmann Daniel Klein, den er nach Hoffenheim holte und vier Jahre lang trainierte.

„Wenn dir der Job Spaß macht, investierst du gerne viel Zeit, auch außerhalb des Platzes oder zu Hause, und bist permanent auf der Suche nach neuen Talenten“, sagt Neudahm, der – wie die anderen TSG-Torwarttrainerkollegen auch – die TSG-Torwartphilosophie fortschreibt und die Torwarttrainerausbildung beim Badischen Fußballverband leitet.

Neudahm selbst hat sich immer an Jens Lehmann orientiert. Klar, der ehemalige Nationaltorwart ist wie Neudahm gebürtiger Essener. „Er war bei der WM 2006 zurecht die Nummer 1“, sagt Neudahm, begründet seine Meinung aber auch: „Lehmann hat den Beginn der modernen Zeit eingeläutet, Raumverteidigung und Spieleröffnung perfekt beherrscht und über eine sehr gute Ausstrahlung verfügt.“

„TORHÜTER MÜSSEN BESESSEN SEIN“

Das Klischee, dass „Torhüter alle ein bisschen verrückt sind“, möchte Neudahm nicht unbedingt bedienen. „Ich bin eher der ruhige, sachliche Typ. Auf der anderen Seite aber auch extrem besessen und mit einem starken Willen ausgestattet. Und diese Eigenschaften brauchen Torhüter heutzutage, weil sie nicht nur die Torwarttechniken perfekt beherrschen, sondern auch wie Feldspieler kicken können müssen.“

Nun also Trainer statt Lehrer. In beiden Positionen sind pädagogische Fähigkeiten gefragt, und die zahlten sich aus, als er bei einem Spieler, der eigentlich bereits durchs Raster gefallen war, am Ball blieb. „Man muss neben dem Sportlichen auch immer das Menschliche im Auge haben, und in diesem Fall hat es sich absolut gelohnt.“ Neudahm startete einen neuen Versuch, rief an, hakte nach. „Es wäre falsch gewesen, diesem Jungen keine zweite Chance zu geben. Ich habe gelernt, Menschen nicht zu früh vorzuverurteilen.“ Heute ist dieser Spieler fester Bestandteil der Akademie. „Dieser Junge hat eine sehr positive und professionelle Einstellung. Und ja, er ist auch ein bisschen verrückt.“



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