Spiele im 1 gegen 1 entscheiden

Home / Spiele im 1 gegen 1 entscheiden

hennef-u17Steven Turek – Praxisdemonstration

Neymar, Messi, Ronaldo – hört man diese Namen, kommen dem Fußballkenner sofort ihre besonderen Fähigkeiten im 1 gegen 1 in den Sinn. Solche Spieler sind in der Lage durch Dribblings gegen einen oder zwei Spieler, Lücken zu reißen, ganze Abwehrverbände durcheinanderzubringen oder selber abzuschließen. In Zeiten von geplanten und organisierten offensiv Strategien und Defensivverbünden bilden solche Spieler die Ausnahme! Grund genug für den Autor der „Praktischen Trainingskonzepte“ Steven Turek sich mit diesem fundamentalen Thema im Fußball zu beschäftigen.

In der Praxisdemonstration „Spiele im 1 gegen 1 entscheiden“ zeigt Steven zunächst unterschiedliche Situationen im 1 gegen 1 und geht auf die Bedeutung der Individualisierung in diesem individualtaktischen Thema ein. Darüber hinaus liefert er für diese Situationen Coaching Tipps zu Angreifern und Verteidigern – für Steven Turek ein weiterer Grundsatz „Immer Angreifer und Verteidiger coachen!“.

1 gegen 1 – Alles eine Frage des Abstands

  • Isoliert einzelne Trainingsinhalte wie Passspiel, Torschuss oder eben 1 gegen 1 – Situationen zu trainieren, hat die bekannten Vorteile: Spieler können in einem überschaubaren Rahmen, Inhalte begreifen und umsetzen.
  • Das gilt vor allem für jüngere Spieler, die die Komplexität größerer Spielformen noch nicht vollständig erfassen können.
  • Trotzdem dürfen Trainer nicht vergessen, dass isoliert trainierte Fähigkeiten, in einem komplexen Zusammenhang abgerufen werden müssen – dem Wettspiel.
  • In 1 gegen 1 Situationen ist häufig der Abstand zwischen Angreifer und Verteidiger, der diesen Unterschied zwischen isoliertem Training und dem Wettspiel 11 gegen 11 ausmacht – speziell der Abstand bevor eine 1 gegen 1 Situation entsteht.
  • Je größer der Abstand vor einer 1 gegen 1 Situation ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Angreifer dieses Duell gewinnt, denn: Je höher das Tempo des Angreifers, desto schwerer ist es für den Verteidiger eben dieses aufzunehmen.
  • Folglich ist es nicht ausreichend, 1 gegen 1 Situationen isoliert in einem kleinen Feld mit passenden Coaching Tipps zu trainieren. Spieler müssen ebenso Grundsätze und Coachings an die Hand bekommen, um möglichst optimale 1 gegen 1 Situationen (offensiv wie defensiv) herzustellen.
  • Für Verteidiger heißt das konkret, dass sie versuchen müssen, einen möglichst kurzen Abstand herzustellen, damit der Angreifer kein Tempo aufnehmen kann (Achtung: Die Situation entscheidet! Besteht Gefahr, dass der Verteidiger mit einem Pass überspielt wird, muss er seine Position zunächst danach ausrichten.
  • Daher sind gruppen- und mannschaftstaktische Komponenten entscheidend!). Der Angreifer muss hingegen versuchen, den Abstand zum Verteidiger so groß wie nötig zu gestalten (Nur so groß wie nötig – nicht größer.).
  • Er wählt den Abstand, der für ihn ausreichend ist, das 1 gegen 1 zu gewinnen.
  • Wird der Abstand noch größer (also: zu groß) gewählt, kommen gruppen- und mannschaftstaktische Verhaltensweisen ins Spiel. S
  • o kann die 1 gegen 1 Situation zwar erfolgreich sein, der Gegner in der Zwischenzeit aber so gut verschoben haben, dass daraus kein Vorteil entsteht.

Dieses eBook von Steven Turek ist Grundlage der Präsentation im Kongress:

Hier das eBook „Spiele im 1gegen 1 entscheiden“ sehen

Hier die Printversion sehen.